Bürgerinitiative Gegenwind-Rottenburg e.V.

Gesundheit

Infraschall
Fakten zum Gesundheitsrisiko von Infraschall aus Windanlagen (WEA)

1. Die Aussage, Infraschall aus WEA sei ungefährlich, weil seine Intensität (Schalldruck) unter der menschlichen Wahrnehmungsschwelle liegt, ist falsch. Richtig ist:
- die „Wahrnehmungsschwelle“ bezeichnet einen Schalldruck, den 90 % der Testpersonen nicht mehr hören bzw. wahrnehmen können. Sie ist vom Hören abgeleitet und hat keine Beziehung zum Infraschall, weil dieser auf anderen Wegen empfangen und bewertet wird als Hörschall. Die Tatsache, dass die Wahrnehmungsschwelle des Menschen weit über dem Schalldruck des von WEA ausgehenden Infraschalls liegt, bedeutet keineswegs, dass dieser für Menschen unschädlich ist.
- Bei der Beurteilung der Gesundheitsgefahr kommt es auf den Informationsgehalt der Schallwellen an, weniger auf ihre Energie (Schalldruck). Gesundheitsgefährdender Infraschall enthält periodische Pulse des Luftdrucks, die bei WEA durch die Passage der Flügel vor dem Mast entstehen. Sie sind noch in mehreren km Entfernung nachweisbar. Infraschall aus nicht rotierenden Anlagen erzeugt keine Gesundheitsgefahr, obwohl er ähnliche Schalldrucke erreicht. Dieses unstrukturierte Rauschen wird im Gehirn nicht als Stress bewertet, ähnlich dem Infraschall der Meeresbrandung oder bei einer Autofahrt mit offenem Fenster.
- Infraschall löst im Gleichgewichtsorgan des Menschen Vibrationen aus, die mit hoher Empfindlichkeit registriert werden: die dortigen Sensoren dekodieren noch Änderungen, die etwa einem Zehntausendstel der herrschenden Schwerkraft (g) entsprechen.
2. Seit Jahren ist bekannt, dass Infraschall im Unterbewußtsein bestimmte Gehirnbereiche aktiviert. Dies wurde an Testpersonen mit einer unschädlichen Infraschall-Version (sinusförmige Wellen) gezeigt. Die benutzte Frequenz lag in einem ähnlichen Bereich wie die von WEA emittierten Infraschall-Pulse. Die dadurch aktivierten Gehirnbereiche kontrollieren Körperfunktionen, die an den Gesundheitsproblemen von WEA-Anwohnern beteiligt sind, etwa Atemfrequenz und Blutdruck.
3. Mit dem flächenhaften Ausbau der Windenergie und dem Ersatz kleinerer durch größere Anlagen steigt die Zahl von Anwohnern mit gesundheitlichen Beschwerden (hochgradiger Schlafmangel, Angstzustände, Atemdepression, Blutdruckanstieg u.a.). Das Register der Deutschen Schutzgemeinschaft Schall (DSGS) verzeichnet z.B. eine Zunahme von Betroffenen, besonders im Entfernungsbereich von 1-5 km. Die Fernwirkung und die Art der Beschwerden sprechen für Infraschall aus WEA als Hauptverursacher.
4. Staatlich beauftragte Studien haben die Pulshaltigkeit des Infraschalls aus WEA bisher nicht berücksichtigt. Es bedeutet keine Entwarnung, wenn sie keine Gesundheitsgefahr feststellen.
- Die Studie des Umwelt-Bundesamtes (Krahé, 2020) hat Versuchspersonen für 30 min einem künstlichen, sinusförmigen Infraschall ausgesetzt, der an Windanlagen nicht vorkommt.
- Eine finnische Studie (Maijala, 2020) hat zwar Infraschall aus WEA aufgezeichnet und auf Testpersonen wirken lassen, die charakteristischen Pulse jedoch nicht gemessen und einbezogen.
5. In vielen Ländern mehren sich Hinweise auf ein abnormes, krankhaftes Verhalten von Haus- und Nutztieren in der Nähe von Windanlagen (Rinder, Pferde, Schafe, Pelztiere u.a.). Beim Betrieb der Anlagen wurden insbesondere Störungen der Fruchtbarkeit, Fehlgeburten, Missbildungen und ein ungewohnt aggressives Verhalten beobachtet (Daten: u.a. DSGS).
FAZIT: Infraschall aus WEA birgt ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Anwohner. Er stört sehr wahrscheinlich empfindliche Signalsysteme, die auch andere Säugetiere besitzen.
Literaturzitate sind u.a. gesammelt in: W. Roos & Ch. Vahl, Arbeits-Sozial- und Umweltmedizin (ASU) 07/2021. In ASU 11/2021 und in ASU 1/2022 finden sich Antworten dieser Autoren auf Kritiker.
Prof. Dr. Werner Roos, Juli 2022

Weitere detaillierte Infos zum Thema von Prof. Dr. Werner Roos bei unseren Mitstreitern Pro Natur Starzach

Übersicht von staatlich veranlassten Studien zur Wirkung von Infraschall aus WEA die immer gerne herangezogen werden, um eine angebliche Ungefährlichkeit von Infraschall zu beweisen.

1. Dänische Studien 2018/2019 (Pedersen et al.)
"Keine Korrelation zwischen Emissionen und Krankheitsbefunden in Umgebung von WEA"

Einwand: Berücksichtigt nur Frequenzen oberhalb 20 Hz. Infraschall war nicht Gegenstand der Analyse

2. Deutsche Studie - UBA 2020 (Eggebek-Studie, Prof. Krah
é)
"keine Akutreaktion von Testpersonen auf experimentell erzeugten Infraschall (Blutdruck, EKD, EEG, Gleichgewicht)," Dennoch Unwohlsein bei allen Testpersonen.

Einwand: Sinusförmiger Test-Infraschall wurde künstlich erzeugt, kommt an WEA so nicht vor. Aussagen zur Wirkung des Infraschalls aus WEA sind daher nicht möglich.

3. Finnische Studie 2020 (Maijala et al., Finn. Regierungspublikation)
"Keine Korrelation der Infraschall-Emission am Wohnort mit den erhobenen Beschwerden der Anwohner, keine Beschwerden von Testpersonen durch den aufgezeichneten Infraschall aus WEA."

Einwand: Druckpulse des WEA-Infraschalls wurden nicht gemessen:
alle publizierten Messungen sind Terzspektren, welche steile Peaks "glätten",
Korrelation zwischen IS-peaks und Reaktionen der Anwohner/Testpersonen ist nicht möglich.





Hör- und Wahrnehmungsschwelle werden oft fahrlässig verwendet.

Kollektive Hörschwelle:
Schalldruck, den 50% der Probanden nicht mehr hören.


Kollektive Wahrnehmungsschwelle:
Schalldruck, den 90% der Probenden nicht mehr hören.

Individuelle Hörschwellen zeigen erhebliche Schwankungsbreiten.


Für jeden Mist werden Forschungsgelder zur Verfügung gestellt, nur für eine wissenschaftlich und physikalisch korrekte Erforschung des Infraschalls aus WEA nicht. Warum wohl darf gefragt werden.






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